Pendlerpauschale reicht nicht aus – Entlastung muss sozial gerecht sein

In der aktuellen Debatte um steigende Spritpreise übt die CDA Ennepe-Ruhr deutliche Kritik an den Vorschlägen zur Erhöhung der Pendlerpauschale. Der Kreisvorsitzende der CDA Ennepe-Ruhr und zugleich Vorsitzende der CDA im Ruhrgebiet, Christian Brandt, sieht darin keine ausreichende und vor allem keine sozial ausgewogene Entlastung.

„Die Diskussion um die Pendlerpauschale geht an der Lebensrealität vieler Menschen auch im Ennepe-Ruhr-Kreis vorbei“, erklärt Brandt. „Gerade Beschäftigte mit niedrigen und mittleren Einkommen profitieren von steuerlichen Maßnahmen deutlich weniger. Wer wenig verdient, hat am Ende kaum etwas davon.“

Im Ennepe-Ruhr-Kreis seien viele Menschen täglich auf das Auto angewiesen, sei es für den Weg zur Arbeit, zur Betreuung von Angehörigen oder zur Organisation des Familienalltags. „Viele Familien und pflegende Angehörige brauchen Entlastungen, die sofort spürbar sind und im Alltag ankommen. Genau das leistet eine höhere Pendlerpauschale nicht“, so Brandt weiter.

Die CDA fordert daher gezielte Maßnahmen, die unabhängig vom Einkommen wirken. „Was es jetzt braucht, sind Instrumente, die direkt bei den Menschen ankommen – unkompliziert, gerecht und wirksam“, betont Brandt.

Konkret schlägt die CDA vor, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf null Prozent zu senken sowie ein Mobilitätsgeld einzuführen: 500 Euro jährlich für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit unteren und mittleren Einkommen, ergänzt um 100 Euro pro Kind.

Darüber hinaus spricht sich die CDA Ennepe-Ruhr für strukturelle Entlastungen bei den Mobilitätskosten aus. „Mehr Transparenz bei Kraftstoffpreisen und unbürokratische Unterstützung durch Arbeitgeber, etwa durch steuerfreie Zuschläge oder Einmalzahlungen, können schnell helfen“, erklärt Brandt.

Abschließend stellt Brandt klar: „Unser Ziel ist eine Entlastung, die sozial gerecht ist und bei den Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis tatsächlich ankommt – nicht nur auf dem Papier, sondern spürbar im Alltag.“