CDA Ennepe-Ruhr: Wachsende Armut gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort
Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gelten 16,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland als armutsgefährdet. Der Anstieg um rund 300.000 Betroffene innerhalb eines Jahres ist für die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreisverband Ennepe-Ruhr ein deutliches Alarmsignal.
„Diese Entwicklung ist längst auch bei uns im Ennepe-Ruhr-Kreis spürbar. Armut verfestigt sich zunehmend bis in die Mitte unserer Gesellschaft hinein“, erklärt Christian Brandt, Kreisvorsitzender der CDA Ennepe-Ruhr und Vorsitzender der CDA im Ruhrgebiet.
Steigende Mieten, hohe Energiekosten und teure Alltagsausgaben belasten viele Haushalte im Ennepe-Ruhr-Kreis erheblich. „Gerade in unseren Städten und Gemeinden erleben wir, dass selbst Menschen mit Arbeit immer häufiger an ihre finanziellen Grenzen kommen“, so Brandt. Trotz steigender Mindestlöhne und guter Tarifabschlüsse reiche das Einkommen für viele nicht mehr aus. Dass bundesweit rund 4,6 Millionen Menschen mehrere Jobs ausüben, spiegele sich auch regional wider.
Besonders betroffen sind im Ennepe-Ruhr-Kreis Alleinlebende, Alleinerziehende mit Kindern sowie Menschen ohne Erwerbstätigkeit. Hinzu kommen steigende Arbeitslosenzahlen und die wirtschaftliche Unsicherheit, die auch zahlreiche mittelständische Betriebe in der Region unter Druck setzt. „Armut ist nicht nur eine Frage des Geldbeutels. Sie führt zu sozialer Ausgrenzung, Scham und dem Gefühl, abgehängt zu sein – auch hier bei uns vor Ort“, betont Brandt. Die gesellschaftliche Spaltung nehme spürbar zu und gefährde den sozialen Zusammenhalt in den Kommunen.
Die CDA Ennepe-Ruhr fordert daher gezielte Entlastungen für die Menschen in der Region: eine nachhaltige Senkung der Energiekosten, geringere Abgaben bei den Sozialversicherungen sowie eine spürbare steuerliche Entlastung insbesondere für mittlere Einkommen. „Wir wollen, dass die Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis von ihrer Arbeit gut leben können und echte Teilhabe erfahren. Nur so bleibt unsere Region stark, solidarisch und zukunftsfähig.“