Kein junger Mensch darf am Übergang in den Beruf verloren gehen
Jeder zehnte junge Mensch zwischen 20 und 24 Jahren war 2025 weder erwerbstätig noch in Ausbildung, Schule oder Studium. Für die CDA im Ennepe-Ruhr-Kreis ist das ein deutliches Warnsignal. Der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf muss stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Kein junger Mensch darf auf diesem Weg verloren gehen.
Christian Brandt, Vorsitzender der CDA im Ennepe-Ruhr-Kreis und zugleich Bezirksvorsitzender der CDA Ruhr, erklärt: „Wir sollten diese Zahlen nicht zum Anlass nehmen, pauschal über eine vermeintlich faule Jugend zu sprechen. Wir müssen vielmehr fragen, warum junge Menschen beim Start ins Berufsleben nicht den Anschluss finden. Gerade in einer starken Wirtschaftsregion wie dem Ruhrgebiet brauchen wir jeden jungen Menschen und müssen ihm echte Perspektiven eröffnen.“
Die CDA fordert deshalb, Berufsorientierung noch stärker mit der Arbeitswelt zu verbinden. Praktika, Betriebskontakte, Berufsfelderkundungen und konkrete Einblicke in unterschiedliche Berufe helfen jungen Menschen, ihre eigenen Stärken zu entdecken und realistische berufliche Perspektiven zu entwickeln. Gerade Berufskollegs, Ausbildungsbetriebe und die Berufsberatung können dabei eine wichtige Brücke zwischen Schule und Arbeitswelt bilden.
„Wir erleben im Ennepe-Ruhr-Kreis und im gesamten Ruhrgebiet, dass viele junge Menschen durchaus motiviert sind, aber Unterstützung beim Übergang in Ausbildung und Beruf benötigen“, so Brandt. „Entscheidend ist, dass wir frühzeitig hinschauen und nicht erst reagieren, wenn ein junger Mensch bereits aus allen Systemen herausgefallen ist.“
Wer keinen direkten Anschluss an Ausbildung, Studium oder Arbeit findet, darf nicht auf sich allein gestellt sein. Junge Menschen brauchen verlässliche Ansprechpartner, die gemeinsam mit ihnen den nächsten Schritt planen. Dafür müssen bestehende Angebote besser miteinander verzahnt und Schulen, Jugendhilfe, Berufsberatung und Betriebe noch enger zusammengebracht werden.
Die CDA Ennepe-Ruhr setzt sich deshalb für einen Übergang von der Schule in den Beruf ein, bei dem frühe Orientierung, konkrete Unterstützung und echte Chancen zusammengehören. Dabei müsse auch die regionale Wirtschaft stärker eingebunden werden.
„Unsere Region braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Gleichzeitig brauchen junge Menschen die Chance, selbstständig zu werden und ihr eigenes Leben aufzubauen. Beides gehört zusammen“, betont Brandt. „Entscheidend ist, dass aus einem schwierigen Start keine Sackgasse wird. Jeder junge Mensch verdient die Chance auf einen guten Start ins Berufsleben.“