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30.07.2020, 09:00 Uhr
Christian Brandt lädt im Rahmen der CDA-Sommertour zu einem Vor-Ort-Termin am Schiffwinkel in Herdecke ein: „Radtourismus nicht ausbremsen“
Im Rahmen der traditionellen CDA Sommertour hat der CDA-Kreisvorsitzende und CDU-Ratsmitglied Christian Brandt verschiedene Akteurinnen und Akteure zu einem Vor-Ort-Termin an die Überquerungsbrücke am Schiffwinkel zwischen Herdecke und Hagen eingeladen, um über die aktuelle Situation der Brücke ins Gespräch zu kommen und Möglichkeiten auszuloten, wie diese für den überregionalen und lokalen Radtourismus so wichtige Brücke erhalten werden kann.
Gekommen waren der CDU-Europaabgeordnete für das Ruhrgebiet, Dennis Radtke MdEP, die Herdecker Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster, der stv. Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises Walter Faupel, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Ruhrparlament (Verbandsversammlung Regionalverband Ruhr, RVR) Roland Mitschke und seine Fraktionskollegin Sabine Mayweg, CDU-Landratskandidat Oliver Flüshöh, der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus Dr. Georg Torwesten und die Geschäftsführerin des Zweibrücker Hofs Veronika Riepe.

Die Bürgermeisterin der Stadt Herdecke, Dr. Katja Strauss-Köster, stellte die aktuelle Situation der Überquerungsbrücke dar. Die Zukunft der aus historischen Gründen im Besitz des Stromnetzbetreibers Amprion befindenden Brücke ist offen, da sie für Ersatzteiltransporte zum Koepchenwerk bald nicht mehr benötigt werden wird. Die Probleme der sanierungsbedürftigen 90 Jahre alten Brücke zwischen Herdecke und Hagen sind vielfältig, eine mit der Stadt Hagen gemeinsame Übernahme der Brücke wäre zwar denkbar, würde für die Stadt Herdecke allerdings immense Kosten bedeuten, die finanziell nicht zu stemmen sind. Ein großes Problem würde der „Wegfall“ der Brücke für den 240 Kilometer langen Ruhrtalradweg und den Tourismus in Herdecke und Wetter bedeuten. Zugleich ist die Brücke als wichtiger Verbindungsweg Bestandteil des vorgestellten Konzepts für die Internationale Gartenausstellung. Für Dennis Radtke MdEP, der ebenfalls der Verbandsversammlung des RVR angehört, steht fest, dass „die Brücke für den Tourismus in der Region von großer Bedeutung ist“. Roland Mitschke hob noch einmal die Bedeutung des Ruhrtalradwegs hervor: „Der Ruhrtalradweg ist eines der erfolgreichsten RVR-Projekte überhaupt. Damit das so bleibt, muss die Brücke saniert und fahrradtauglich gemacht werden. Ich hoffe sehr, dass hier im südlichen Ruhrgebiet ein sichtbares Engagement der Internationalen Gartenschau 2027 stattfindet.“

Die Teilnehmer waren sich einig: Gemeinsam wollen sie die Sanierung der Brücke anschieben und durch diesen Vor-Ort-Termin konnten weitere Mitstreiter gewonnen werden.

Ruhrparlament

Zum Regionalverband Ruhr (RVR) gehören elf Städte und vier Landkreise. Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen am 13. September 2020 können die Bürgerinnen und Bürger, die im RVR-Gebiet leben, erstmalig die Verbandsversammlung direkt wählen. Damit wird endlich eine langjährige CDU-Forderung umgesetzt. Es gelten alle Regeln, die auch für die Wahl der anderen politischen Ämter gelten. In welchem Wahllokal ein Wähler seine Stimme abgeben darf und wie der Antrag auf Briefwahl möglich ist, ergibt sich aus der Wahlbenachrichtigung.

Die Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen gehören zum Gebiet des RVR, genau wie der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Recklinghausen, der Kreis Unna und der Kreis Wesel.

Das RVR-Gesetz regelt in Nordrhein-Westfalen die Stellung des Regionalverbands Ruhr. Damit im Ruhrgebiet mit seinen zugehörigen Städten und Landkreisen eine zusammenhängende Regionalplanung und Regionalentwicklung möglich ist, übernimmt der RVR wichtige Aufgaben, die sonst bei den Regierungsbezirken angesiedelt sind. Im Ruhrgebiet treffen sich gleich drei nordrhein-westfälische Regierungsbezirke, weshalb es hohen Bedarf für eine Koordination gab. Der RVR, so der Grundgedanke, kann bei der Planung das gesamte Ruhrgebiet und seine gemeinsamen Interessen im Blick behalten.

Die Verbandsversammlung dient der Entscheidungsfindung des Regionalverbandes. Nur hier können die Beschlüsse des Regionalverbands Ruhr erfolgen. Rund viermal im Jahr tritt das Ruhrparlament zusammen, um seine Entscheidungen zu fällen. Die Vorbereitung erfolgt in Ausschüssen.

Die politischen Vertreter in diesem RVR-Organ wurden bisher von den Stadträten und Kreistagen bestimmt. Auch die Landräte und Oberbürgermeister wurden zu Mitgliedern im Ruhrparlament.

2020 werden die Vertreter im Ruhrparlament erstmalig über die Parteilisten in die Versammlung gewählt. Sie werden somit für ihre Aufgaben direktdemokratisch legitimiert.